Heartbeat – Collage für 2 Spieler und 3 Instrumente für 2 Klaviere, Percussion

Eduard Kutrowatz
Heartbeat – Collage für 2 Spieler und 3 Instrumente für 2 Klaviere, Percussion
Dauer: 00:14:53
Entstehung: 2007
Tonträger: HEARTBEAT
Uraufführung: 14.05.2007, Schlaining, klangfruehling 2007: Neue Musik: Eduard & Johannes Kutrowatz – Klavier

Werkbeschreibung:
HEARTBEAT
Collage für 2 Spieler und 3 Instrumente (2 Klaviere und Percussion)
Maestoso – allegro accento
Impromptu – piano accento
Katzenhüpfer – presto accento (von und für Miriam)
“ ‚Music for the heart – every beat counts….‘ Unter diesem Titel veranstaltete der US-amerikanische Herzspezialist Dr. Jeffrey Pentecost Musik-Events zur finanziellen Unterstützung seiner Forschungen. Das Pianistenbrüderpaar hat ihn während einer Konzerttournee 2005 durch die vereinigten Staaten Amerikas in Portland kennengelernt. Pentecost hat ein Visualisierungssystem entwickelt, um Muster der Genexpression von embryonalen Herzschlägen sichtbar zu machen, mit dem Ziel, Herzerkrankungen möglichst früh zu erkennen und vorzubeugen. Dafür hat er ein Archiv angelegt mit Aufzeichnungen von embryonalen Herztönen. Eduard Kutrowatz hat etliche dieser Aufnahmen gehört, die Verarbeitung seiner akustischen Impressionen liegt hier vor.
Der Komponist wechselt in dieser Collage als sein eigener Interpret vom Klavier zu Percussioninstrumenten und zurück. Eindringliche, monotone Rhythmen pulsieren durch den ersten Satz, beherzte Schläge aufs Klavier und auf Bongos: Herztöne des Lebens und der Musik. Im zweiten Satz kommen Klangstäbe zum Einsatz, auch Chimes genannt. Ihr metallisches Glissando assoziiert das Element Wasser. Es ist das Fruchtwasser gemeint, das den Klang von abgehörten embryonalen Herztönen auf urtümlich magische Weise entfremdet. Seinen eigenen Herzschlag hat der Komponist an seine Tochter Miriam weitergegeben, sie hat das Thema des dritten Satzes beigesteuert. Der Vater hat es in einer Fusion von südosteuropäischen und südamerikanischen Rhythmen raffiniert verarbeitet. Herzenstöne. Jeder Schlag zählt…“
Gabriele Burian