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Kutrowatz als Komponist beim Lisztfestival

Am Samstag, dem 9. Juni präsentiert sich Eduard Kutrowatz einmal mehr als Komponist. Elisabeth Kulman wird mit Eduard Kutrowatz seinen Jazzwalzer „Daun muas i wana“ nach einem Text von Christine Nöstlinger als Teil des neuen Programmes  EQ2 , dem das Thema „Lachen und Weinen“ als roter Faden dient, interpretieren.

Christine Nöstlingers Gedichtsammlung „Iba de ganz oamen Leit“ ist zu einem echten Klassiker der sozialkritischen Dialektdichtung geworden. Was lag daher von Anfang an näher, als ein Wiener Mundartgedicht in ein „Neues Wienerlied“ zu verwandeln. Eduard Kutrowatz bedient sich hier einer durchaus konservativen Musik-Sprache, die aber unverkennbar seine Handschrift trägt. Formgebend sind ein langsamer „Jazzwalzer“, der das rhythmische Fundament bildet und der konsequent „molto affettuoso“ auskomponierte „Seufzer“ beim sich ständig widerholenden Wort „wana“ (weinen). Die Ballade im Stil eines Rondos möchte und darf also durchaus auf die Tränendrüsen drücken – „Und daun muasi wana!“

Am Sonntag, dem 10. Juni eröffnet das Ensemble Philblech das Konzert mit der Festfanfare von Eduard Kutrowatz, die in dieser Fassung erstmals zu hören ist.