Concerto for 2 Pianos

Konzert für 2 Klaviere, Streichorchester und Percussion
Concert for 2 Pianos and String Orchestra and Percussion

1. „Von der Erde“ / From Earth
Toccata und Fuge / Toccata and Fugue

Intermezzo: „Trost“ / Consolation
Hommage an Franz Liszt / Dedicated to Franz Liszt

2. „Wie im Himmel“ / Like in Heaven
Ballade und Variation / Ballad and Variation

3. „In den Süden“ / In the South
Rezitativ und Walzer / Recitativ and Waltz

4. „Wurzeln und Flügel“ / Roots and Wings
Tanz und Improvisation / Dance and Improvisation

Entstehung: 08/2015-02/2018
Uraufführung: 23.03.2018, Lisztzentrum Raiding, Lisztfestival Raiding 2018, Franz Liszt Konzertsaal Raiding, Liszt Festival Orchester, Klavierduo Johannes & Eduard Kutrowatz

Concerto for 2 Pianos

Konzert für 2 Klaviere, Streichorchester und Percussion
Concert for 2 Pianos, String Orchestra and Percussion

Wie in all meinen Kompositionen sind auch bei diesem Werk außergewöhnliche persönliche Begegnungen, prägende emotionale Ereignisse und essentielle lebensverändernde Umstände Initialzündung, Beweggrund und Motor um eine neue „in Töne gefasste Tagebuchnotiz“ zu verfassen. Die ersten Skizzen für das CONCERTO entstanden im August 2015, der gesamte Entstehungszeitraum des Konzerts erstreckt sich somit über zweieinhalb Jahre.
Das Werk ist 4-sätzig angelegt und wird durch ein Intermezzo – Hommage an Franz Liszt – zwischen dem ersten und zweiten Satz ergänzt, das sowohl programmatisch als auch formal ein großes Nachspiel für 2 Klaviere Solo zum 1. Satz darstellt.
Der 1. Satz mit dem emotionalen Titel „Von der Erde“ ist – ganz in der Tradition Liszts – monothematisch aufgebaut und verarbeitet den musikalischen Grundgedanken als Toccata, Fuge und in Form einer groß angelegten harmonisch variierenden Kadenz. Die Ausgangstonart f-moll mündet am Ende des Satzes in Des-Dur, der Originaltonart von Liszts Consolation Nr.4, welche die Grundlage für das darauffolgende Intermezzo bildet.
Das Hauptthema des 2. Satzes ist ein äußerst cantabler, instrumentaler Gedanke, welches man durchaus im Mendelssohn‘schen Sinne als „Lied ohne Worte“ bezeichnen kann. Dieses wird durch das Instrumentalvorspiel meines Liedes „Was ich mir wünsche“ (Text: Peter Turrrini) aus dem Jahr 2016 eingeleitet. Der „minimal-music“-artige Mittelteil setzt die Solovioline in Dialog zum Vibraphon.
Im 3. Satz zitiere und transkripiere ich über einen größeren Zeitraum ein weiteres meiner eigenen „Turrini-Lieder“ mit dem Titel „Am Ende der Trauer und des Zorns“. In den Rezitativen treten die beiden Klaviere mit Vibraphon und Percussion in Dialog und werden dabei formal von einem Walzer am Anfang und Ende des Satzes umrahmt.
Der rhythmisch-virtuose 4. Satz lässt sowohl im Klavier als auch im Schlagwerk Freiräume für improvisatorische Elemente und trägt in seiner ursprünglichen Form den emotionalen Titel „Katzenhüpfer“. In dieser Form und unter diesem Titel habe ich das Thema bereits in meinem Werk „Heartbeat“ verwendet. Meine Tochter Miriam hat mir dieses Thema und seinen heiter-ausgefallenen Titel in sehr jungen Jahren zur Verfügung gestellt. Danke!
(Eduard Kutrowatz)

Die Uraufführung in der Presse

Umjubelte Weltpremiere für Kutrowatz-Werk
ORF, 27. März 2018

Stimmungsbilder von der Uraufführung des Concerto für 2 Klaviere in Raiding am 23. März 2018 im Beitrag des ORF.

Das Lisztorchester als wichtiger Meilenstein des Liszt-Festivals
Bezirksblätter, 30. März 2018

Weltpremiere
Am 23. März kam es zu einer Weltpremiere: Das neugegründete internationale Liszt Festival Orchester unter der Leitung von Johannes Kutrowatz gab sein Debut im Rahmen des Liszt Festivals 2018! Das Zitat von Franz Liszt – ‚den Speer in die Zukunft werfen‘ – gewinnt in diesem Kontext besondere Bedeutung, geht es doch darum das Liszt Festival Orchester als weitere wichtige Säule des Festivals zu etablieren.