Heartbeat 2

Heartbeat 2
für 2 Klaviere und Percussion

„Music for the heart – every beat counts….“ Unter diesem Titel veranstaltete der US-amerikanische Herzspezialist Dr. Jeffrey Pentecost Musik-Events zur finanziellen Unterstützung seiner Forschungen. Das Pianistenbrüderpaar Kutrowatz hat ihn während einer Konzerttournee 2005 durch die vereinigten Staaten Amerikas in Portland kennengelernt. Pentecost hat ein Visualisierungssystem entwickelt, um Muster der Genexpression von embryonalen Herzschlägen sichtbar zu machen, mit dem Ziel, Herzerkrankungen möglichst früh zu erkennen und vorzubeugen. Dafür hat er ein Archiv angelegt mit Aufzeichnungen von embryonalen Herztönen. Eduard Kutrowatz hat etliche dieser Aufnahmen gehört und im Jahr 2006 in die erste Fassung seiner Komposition „Heartbeat“ einfließen lassen. In der  Fassung aus dem Jahre 2018  („Heartbeat 2“) greift  er die Grundidee – nämlich den Herzschlag des Menschen als rhythmische Basis eines Musikstückes zu verwenden –  erneut auf, das Konzept und in Folge die Architektur des Stückes sind aber völlig anders.  Gleichsam aus dem Nichts („Weisses Rauschen“) entstehen die Herztöne, werden auf magische Weise entfremdet, in Form einer 8-taktigen Passacaglia verändert und bis zum – beinahe- unvermeidlichen Herzstillstand gesteigert. Der Mittelteil („Quasi Impromptu“) greift Elemente der ersten Fassung aus dem Jahre 2006 auf um schliesslich fast spiegelverkehrt wieder zum Ausgangspunkt des Stückes – zur absoluten Stille – zurückzukehren.

Heartbeat – der Herzschlag und sein Rhythmus als Symbol der Essenz des Lebens.

Entstehung: 08/2015-02/2018
Uraufführung: 23.03.2018, Lisztfestival Raiding 2018,
Franz Liszt Konzertsaal Raiding
Klavierduo Johannes und Eduard Kutrowatz, Liszt Festival Orchester, Johannes Kutrowatz – Leitung