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Liszt Festival Raiding 2019

Freitag, 11.10.2019, 19:30

„Blick in den Himmel“
Liszt Festival Orchester
Johannes Kutrowatz, Leitung

​Christian Scholl/ Violine
Mateusz Stasto/ Viola
Eduard Kutrowatz/ präp. Klavier.

​Programm

F. Liszt: Angelus! Priére aux anges gardiens (Gebet zu den Schutzengeln)

A. Pärt: Tabula Rasa (Konzert für Violine, Viola, präpariertes Klavier und Streichorchester)

A. Dvorák: Serenade in E-Dur op.22 für Streichorchester

Fast genau 100 Jahre liegen zwischen der Entstehung von Franz Liszts magischem Klanggebet „Angelus!“ und Arvo Pärts wegweisendem Jahrhundertwurf „Tabula Rasa“. Und dennoch scheinen die beiden Werke wie von Zauberhand miteinander zu verschmelzen. Musik, die einen „Hauch von Ewigkeit“ in sich trägt erklingt an diesem Abend und zeigt einmal mehr den Genius Loci Franz Liszt als Wegweiser in das 20. Jahrhundert. Der estnische Komponist Arvo Pärt gehört zu den bedeutendsten Komponisten unserer Zeit und stellt eine konstante Größe in der zeitgenössischen Musik dar. „Tabula Rasa“ hat ihm Anfang der 80er Jahre endgültig zum internationalen Durchbruch verholfen. Von gleicher zeitlos berührender Schönheit zeigt sich Dvoraks berühmte Streicher-Serenade op.22, ein Werk von herrlich überbordendem böhmischen Melodienreichtum, das 1875 in der glücklichsten Zeit des Komponisten entstand, wo er noch unbehelligt vom späteren Weltruhm einige seiner schönsten und klangvollsten Werke schrieb.

​Eduard Kutrowatz über Arvo Pärts „Tabula Rasa“ – Konzert für Solovioline, Soloviola, Orchester und präpariertes Klavier.

Arvo Pärt wurde 1935 in Estland geboren und zählt als Vertreter einer „neuen Einfachheit“ zu den bedeutendsten lebenden Komponisten. Im Jahr 1968 wurde Pärt ganz überraschend „sehr leise“ und trat in eine neue Phase seines Lebens, die man als künstlerische Neuorientierung bezeichnen könnte.
In dieser Zeit entwickelte er in seinen Kompositionen den sogenannten „Tintinnabuli – Stil“ (eine Stimme übernimmt die melodische Funktion, eine andere spielt konsequent die Dreiklangstöne). Pärt trat damit im Jahre 1976 an die Öffentlichkeit und komponierte danach viele seiner bekanntesten Werke (Fratres, Summa, In Memory Benjamin Britten u. v. a.) in diesem Stil.

„Tabula Rasa“ gehört zu den sehr frühen Tintinnabuli-Werken und begründete nicht zuletzt Pärts internationalen Ruf als Komponist auch außerhalb Estlands und der Sowjetunion. Angeregt bzw. in Auftrag gegeben wurde „Tabula Rasa“ von Pärts Freund und Dirigent Eri Klas, der ein neues Werk als Ergänzung und Kontrast zu Alfred Schnittkes Concerto Grosso in gleicher Besetzung suchte. Das Werk ist dem Geiger Gidon Kremer gewidmet, der es gemeinsam mit Tatjana Grindenko an der zweiten Violine und Alfred
Schnittke selbst am präparierten Klavier im Jahre 1977 zur Uraufführung brachte. Der erste Satz trägt die Bezeichnung „Ludus“ (Spiel) und beinhaltet sowohl Elemente der Stille als auch kanonartige Elemente, die in eine ruhige Kadenz münden. Im zweiten Satz – „Silentium“ – wird Ruhe zum tragenden Element der Komposition, die am Ende des Werks in Form von vier ausgeschrieben Pausen den Zuhörer ganz bewusst in die Stille entlässt.

 

Details

Datum:
Freitag, 11.10.2019
Zeit:
19:30
Veranstaltungskategorien:
,
Website:
https://www.lisztfestival.at/lisztfestivalorchester

Veranstaltungsort

Lisztentrum Raiding
Lisztstraße 46
Raiding, Burgenland 7321 Österreich
Telefon:
+43 2619 51047
Website:
http://www.lisztfestival.at/

Veranstalter

Liszt Festival Raiding
Telefon:
+43 2619 51047
E-Mail:
raiding@lisztzentrum.at
Website:
http://www.lisztfestival.at