New CD: Liszt Oubliée

      Die neueste CD ist nun fertiggestellt, und kann ab sofort

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      werden.

Christian Scholl, Violine
Eduard Kutrowatz, Klavier

Gäste:
Ildiko Raimondi, Sopran
Herbert Lippert, Tenor

Das Programm:
FRANZ LISZT
(1811-1888)
Die drei Zigeuner. Paraphrase
Élégie
Romance (Piano solo)
Romance oubliée
Der Mönch und die Nonne
aus Wartburg—Lieder S. 345/3a
Premiére valse oubliée
Notturno No. 2. Seliger Tod
aus Liebesträume (Piano solo)
Epithalam
Consolation No. 3 (arr. E. Kutrowatz)
Die drei Zigeuner. Paraphrase (arr. E.Kutrowatz/Chr.Scholl)

Die neue CD von Christian Scholl (Violine) und Eduard Kutrowatz (Klavier) widmet sich dem nachdenklichen und visionären Alterswerk von Franz Liszt.
Der späte Liszt und der Spiegel des Vergessens: Unter dem Titel „Oubliée“ veröffentlichte der fast 70-jährige Franz Liszt eine Reihe von Werken – das französische „vergessen“, das er einer „Romance“ und mehreren „Valses“ beistellte, wurde ihm zur Formel für ein neues Sinnieren in seinen Kompositionen. Für einen ebenso melancholischen wie aufbrausenden Gestus; für eine Musik, die sich aus dem fragmentarischen, oft auch selbstironischen Erinnern an das – schon fast – Vergessene speist und diese spiegelnden Irrlichter in ein visionäres Alterswerk umsetzt.
„Liszt Oubliée“ nennen Christian Scholl und Eduard Kutrowatz ihre neue gemeinsame CD und deuten seine Formel damit im Hinblick auf einen heute vielfach tatsächlich „vergessenen“ Aspekt im späten Schaffen Liszts: Die Werke für Violine und Klavier entstammen seinem letzten Lebensdrittel und zeichnen atmosphärisch nostalgische, formal aber klar in die Zukunft weisende Klangbilder.
Ausgangs- und Endstück ist dabei sein bekanntestes Lied, „Die drei Zigeuner“, das sowohl als originale Paraphrase für Violine und Klavier wie auch in der von den beiden Künstlern neu gesetzten Version für Klavier, Geige und Gesang aufscheint. Der virtuose „Premiere valse oubliée“ und das ungleiche Schwesternpaar „Romance“ und „Romance oubliée“ wird um stimmungsvolle Stücke wie die „Elegie“ oder „Epithalam“ ergänzt. Ermöglicht wird diese Vielfalt nicht zuletzt durch hochkarätige Gäste: Mit dabei sind Ildiko Raimondi und Herbert Lippert.

CD-KRITIK: „Franz Liszt. Oubliée“ mit Christian Scholl und Eduard Kutrowatz

Feine Preziose unter dem Titel „Franz Liszt. Oubliée“

Feine Preziose Unter dem Titel „Franz Liszt. Oubliée“ haben die beiden Musiker Christian Scholl (Geige, auch Konzertmeister am Landestheater Niederbayern) und Eduard Kutrowatz (Flügel, auch künstlerischer Leiter des Festivals Yamanakako-Klangsommer in Japan und des internationalen Liszt-Festivals Raiding im Burgenland) eine CD vorgelegt, die das zum Teil vergessene Alterswerk Franz Liszts präsentiert. Der Titel ist mit Bedacht gewählt, hat der Komponist (1811-1886) doch als 70-Jähriger eine Reihe von Kompositionen unter dem Titel „Oubliée“ veröffentlicht.
Zehn Werke wurden eingespielt, die zeigen, dass die beiden Musiker wunderbarst miteinander harmonieren. Natürlich darf das vermutlich bekannteste Lied aus der Feder des Komponisten nicht fehlen: „Die drei Zigeuner“. Die freien Melodien der Zigeunertonleiter sowie zahlreiche Girlanden ziseliert Scholl trotz schnellen Tempos fein heraus. Die Imitation der Zigeunerinstrumente auf dem Klavier gelingt Kutrowatz so gut, dass man die Originale zu hören scheint. Dazu kommt, dass am Ende die Fassung mit Sopranstimme noch einmal gegeben wird. Mit Ildiko Raimondi ist eine hintersinnige Interpretin gewonnen. Der Farbenreichtum des Lisztschen Werkes schillert auch in dem Lied „Der Mönch und die Nonne“ (Scholl, Kutrowatz und Herbert Lippert).
Eine besondere Fassung ist das Klavierstück „ Consolation No. 3“, das wohl bekannteste Tröstungsstück der Musikgeschichte. Es ist hier in einem Arrangement mit Geige eingespielt, das Kutrowatz erarbeitet hat. Die beiden Musiker zeigen sich auch hier als sehr sensible Interpreten. Das Stück wirkt natürlich neu in dieser Fassung, die höchst zarten Geigenklänge, die über dem Klavier schweben, machen es zum einen elegischer, zum anderen leichter. Die Trauer muss fliehen

. . . Das Album überzeugt nicht nur durch das originelle Thema, sondern auch eine ausgezeichnete Musikalität und temperamentvolle Interpretation. Eine feine Preziose!

Edith Rabenstein Passauer Neue Presse, 03.11.2015,