CD Neuerscheinung

BEGEGNUNGEN

Ildikó RAIMONDI, Sopran
Eduard KUTROWATZ, Klavier

Werke von Friedrich Cerha, Franz Liszt, Peter Cornelius und Eduard Kutrowatz

Begegnungen sind es, die das Leben eines jeden Menschen prägen und bereichern. Sei es in Form von Annäherung oder emotionaler Verbindung zwischen Menschen, sei es als befruchtender Dialog oder als Auflösung von Grenzen und Barrieren. Kammersängerin Ildikó Raimondi ist seit vielen Jahren mit dem international renommierten österreichischen Komponisten Friedrich Cerha eng verbunden und hat anlässlich seines 90. Geburtstages im Jahr 2016 einen neuen Liedzyklus aus der Taufe gehoben.
Cerha hat aber schon in sehr jungen Jahren Lieder komponiert und so entstand zwischen 1946 und 1964 „Ein Buch von der Minne“, eine Sammlung spätromantischer Lieder nach mittelalterlichen Texten, die er seiner Frau Gertraud gewidmet hat. Die Auswahl aus diesem Zyklus reiht sich nahtlos und mühelos an Franz Liszts titelgebendes Lied „Wieder möcht ich dir begegnen“ und schlägt ebenso leicht die Brücke zu Peter Cornelius’ erstem Opus. Peter Cornelius begegnet uns auf dieser Aufnahme in mehrfacher Hinsicht: als Textdichter für Franz Liszt, dessen Schüler und Sekretär er viele Jahre war, und als Komponist, der seine eigenen Gedichte vertont hat. Die Entstehung meiner Kompositionen verdanke ich ebenfalls wegweisenden Begegnungen: Roland Hagenbergs Text über das Elend der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer ist von tragischer Aktualität und barg in sich fast die zwingende Notwendigkeit zur Vertonung. Die langjährige Zusammenarbeit mit Ildikó Raimondi wird durch ihre Anregung, die vorliegenden Haikus in knappstmöglicher Form – der traditionellen japanischen Gedichtform entsprechend – zum Klingen zu bringen, um eine weitere Facette bereichert.

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